„Heimatkunde“ nennen wir die geographische und geschichtliche Beschreibung einer Ortschaft und ihres Gemeindebannes. Jeder Bürger sollte die gegenwärtigen wie die vergangenen Verhältnisse seiner Heimat- oder Wohngemeinde möglichst genau kennen, sonst ist er gar oft nicht im Stande, Gemeinde-Angelegenheiten richtig zu beurtheilen und seine Bürgerpflichten gewissenhaft zu erfüllen. Auch für den Lehrer ist eine Heimatkunde von Wichtigkeit, soll er doch seine Schüler im geographischen Unterrichte zuerst mit der Gemeinde, in der sie wohnen, bekannt machen und ihre Geschichte mit der Vaterlands- und Weltgeschichte in Verbindung setzen. Angeregt durch Hrn. Alt-Bezirkslehrer Nüsperli, jetzigen Finanzsekretär in Liestal, und begeistert durch die interessante und nützliche Aufgabe, machte sich die basellandschaftliche Lehrerschaft in den Jahren 1862 und 1863 ans Werk, jeder Gemeinde des Kantons eine eigene Heimatkunde zu verschaffen. Eine dieser Arbeiten ist die vorliegende Heimatkunde von Läufelfingen. Um sowohl den Wünschen der hiesigen Bürgerschaft zu entsprechen, als auch den Nachfragen nach Abschriften aus andern Kantonen, wo das gleiche Unternehmen ausgeführt werden soll, entgegen zu kommen, entschloß sich der Unterzeichnete, seine Arbeit dem Drucke zu übergeben. Sie macht keinen Anspruch aus schriftstellerische Vollkommenheit und der Verfasser ist hinlänglich befriedigt, wenn sie nur den im Eingange angeführten Hauptzweck erreicht und auch in weitern Kreisen gerne gelesen wird.

Läufelfingen, den 18. April 1865. Heinrich Buser, Lehrer.



Quellen:

„A. Kellers Lesebuch“ in Heimatkunde. Beschreibende und geschichtliche Darstellung der Gemeinde Läufelfingen. Liestal. Druck von Lüdin und Walser. 1865, Gelesen bei Google Books: https://books.google.de/books?id=D9EMAAAAYAAJ (169 Seiten)

Biographisches zum Autor: http://www.laeufelfingen.com/sch/b/2.htm

Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4ufelfingen

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