Am 21. Januar 2018 wurde auf dem Friedhof in Altglietzen die eingezäunte „Ruhestätte der Familie Seltenheim“ dokumentiert. Dort befinden sich insgesamt vier Metallplatten mit Inschriften zu Namensträgern BAHNEMANN, DÜRRENFELD, GESCHE und SELTENHEIM.

Ursprünglich war lediglich ein kurzes Video über die Kriegsgräberstätte Altglietzen geplant, wo ich bereits Ende letzten Jahres so einige Namen und Daten gewinnen konnte. Doch auf dem freundlichen und sehr gepflegten Friedhof fielen mir zwei weitere interessante Ruhestätten ins Auge. Diese hier, eine rechteckig umzäunte Grabstätte, erinnerte mich stark an solche, die ich auf meinen zurückliegenden Touren in Ostpreußen und der Neumark besuchen und dokumentieren durfte. Vier am Zaun befestigte Metallplatten weisen auf die Gräber von Katharina Dürrenfeld, Gutsbesitzer Ferdinand Gesche, Emil Geesche und Bertha Seltenheim hin.

Hier ruhet in Gott
die Ehefrau des Bauern
und Eigenthümers
Michael BAHNEMANN
Katharina geb. DÜRRENFELD
geb. d. 1. Sept. 1793,
gest. d. 1. Febr. 1880.

Hier ruhet in Gott
der Gutsbesitzer
Ferdinand GESCHE
geb. d. 12. Mai 1855,
gest. d. 14. April 1883.

Emil GESCHE
geb. d. 26. Juni 1861,
gest. d. 1. Februar 1941.

Bertha GESCHE geb. SELTENHEIM
geb. d. 13. Oktober 1855,
gest. d. 16. Februar 1935.

Lasse ich die Daten ein wenig wirken, fange ich bereits wild zu spekulieren an. Halb so schlimm. Mit Thesen beginnt so Vieles. Michael Bahnemann und dessen Gattin Katharina Dürrenfeld lassen sich allein anhand der Familiennamen zunächst nicht mit der Ruhestätte Seltenheim in Verbindung bringen. Doch wie sieht es mit den anderen aus? So würde ich vermuten, dass Ferdinand und Emil Geesche knapp sechs Jahre auseinander liegende Brüder sind und die Bertha Seltenheim den einige Monate älteren Ferdinand Geesche heiratete. Auf den ersten Blick jedenfalls. Allerdings starb dieser bereits im Alter von 27 Jahren. Es erscheint daher ebenso denkbar, dass Bertha den 5 Jahre jüngeren Emil ehelichte. Wer weiß. Vielleicht war sie auch mit Beiden verheiratet? Viele Konstellationen sind denkbar. Um das Forschen in standesamtlichen und kirchlichen Urkunden kommt man ohnehin nicht herum. Interessierte Ahnen- und Sippenforscher haben hier jedenfalls gute Anknüpfungspunkte.

Quellen:

  1. 16 Fotos, https://www.dilibra.com/ahnenforschung/3468/
  2. Video, YouTube: https://youtu.be/OdYZXPr8DKc
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