Das Konzept vom Dresdner Verein für Genealogie zur Ausrichtung des diesjährigen Deutschen Genealogentages in Sachsens Kultur- und Landeshauptstadt scheint erfreulicher Weise voll aufgegangen zu sein. Die Tagung ist nämlich komplett ausgebucht! 720 Teilnehmer aus 12 Ländern haben sich angemeldet. Das haben wir noch letzte Woche von Matthias Daberstiel vom Organisationsteam erfahren. Ob es so einen Andrang bei zurückliegenden Genealogentagen je gegeben hat, vermag ich nicht zu beurteilen, mir fehlen die Vergleichsmöglichkeiten. Es verdeutlicht aber ganz klar das große und wachsende Interesse an den Themen Ahnenforschung, Genealogie und Heimatkunde.

In meinem ersten Beitrag zum #69dgt17 (das ist übrigens der offizielle Hashtag) habe ich ja bereits mutig in den Raum gestellt, dass die engagierten Gastgeber, mit Blick auf künftige Veranstaltungen, die Messlatte ordentlich hochgehangen haben. Das dürfte zwischenzeitlich angesichts des beeindruckenden Programmes, des zu erwartenden Ambientes und nicht zuletzt aufgrund der starken Nachfrage auch die letzten Zweifler überzeugt haben. Und wenn nicht, Pech gehabt….

In diesem Beitrag, keine zwei Wochen vor dem Start, wollte ich Euch eigentlich kurz vorstellen, was man in Dresden so alles mitnehmen kann. Das Programm stand Mitte Juni nämlich noch nicht in Gänze. Mache ich auch, nur eben anders als geplant, was einen sehr angenehmen Grund hat: Der Veranstalter selbst nämlich hat das Programm zum Deutschen Genealogentag inhaltlich so technisch sauber und visuell überzeugend in die eigene Internetseite integriert, dass ich es Euch in keinster Weise kompakter näher bringen kann. Kompliment für die gelungene Erhebung, Planung und Realisierung!

Na toll, dahin ist mein Idee von einem eigenen Programmbeitrag. Und es hätte so einfach für mich werden können, da die Rezeptur für ein wenig sozialmediale Aufmerksamkeit ja irgendwie immer gleich ist: Hier und da ein paar Autoren vorstellen, zwei drei trendige Themen benennen, dazu 50 Gramm Zitate, abgerundet durch ein knackiges Titelfoto mit heißen Frauen und Autos (exklusiv natürlich). Und dann raus ins weltweite Netz…

Spaß muß sein. Obwohl Aussteller und Referenten (ich habe knapp 50 gezählt!) und die überwältigende Themenvielfalt für sich allein sprechen, will ich mir eine knappe allgemeine Vorstellung und ein paar Tipps nicht verkneifen. Sachlich natürlich. Die Übersicht gliedert sich in den Hauptteil (Details: Sa / So), das kostenfreie Angebot für Einsteiger (Details: Sa / So) und ein einladendes Kultur- und Exkursionsprogramm. Wenn man den kompakten und übersichtlichen Ablauf (auch als PDF erhältlich) mal in einer entspannten halben Stunde studiert wird schnell deutlich, was für eine wertvolle Konzentration an genealogischer Expertise zu erwarten ist. Und dies gebündelt an einem langen Wochenende.

Das werden Genealogentage am Genealogentag.

Zahlreiche Fachvorträge von Experten sind geplant, wobei oft schon die Titel neugierig machen. Autoren und Vortragende werden vorgestellt. Dazu kommen nützliche kostenlose und persönliche Hilfestellungen von Profis und Vereinen für jeden Interessierten in der Ahnenforschung. Genealogische Dienstleister sind vor Ort, renommierte Archive und Heimatkundler.

Fortgeschrittene, die bislang auf kostenpflichtige Recherchen verzichteten, haben eine gute Möglichkeit, sich über Bestände, Familienstammbäume, Datenbanken, aber auch über neue Forschungsmöglichkeiten, wie bspw. die DNA-Genealogie, zu informieren. Natürlich vollkommen unverbindlich. Nutzt die Gelegenheiten. Den Freunden von Geschichte, Stadt und frischer Luft (am besten in Kombination) wünsche ich schon jetzt spätsommerliche Wärme. Aber es soll ja kein schlechtes Wetter geben, nur schlechte Kleidung, sagt der Volksmund. Und eine Podiumsdiskussion gibt es auch.

Da mehrere Veranstaltungen oftmals gleichzeitig laufen (was wohl bei mehr als 30 Stunden Vortragszeit auch gar nicht anders zu stemmen geht) empfiehlt sich für den einen oder anderen, eine Vorauswahl zu treffen. Stellt Euch Euer individuelles Programm zusammen. Bei einem solchen Angebot liegt jedoch auch nahe, dass bereits jetzt Vorträge oder Veranstaltungen ausgebucht sind. Umso hilfreicher also, ihr informiert Euch hier zeitnah.

Europa in unseren Wurzeln. Sachsen und seine Nachbarn.

Ein schönes Motto in einer schönen Stadt. Keine zwei Wochen mehr, dann ist er bereits voll im Gange; der 69. Deutsche Genealogentag im Hotel Elbflorenz im WTC Dresden. Dann wird die Eröffnungsrede „Im Namen der Sachsen“ von Dr. Peter Ufer noch nachklingen. Viele von Euch werden schon in der Stadt und an den Ständen sein. Einige haben möglicherweise schon Gespräche geführt, vielleicht sogar was gelernt. Vielen Dank für dieses tolle Engagement an den Dresdner Verein für Genealogie!

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